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Angeln in Südnorwegen: Skottevik

Foto: Kallemax (Wikipedia)

Das Angeln in Südnorwegen zeichnet sich vor allem durch seine Vielfältigkeit aus. Auch wenn die Fische im Süden des Landes im Durchschnitt etwas kleiner sind als im hohen Norden, so wartet der Süden mit seinen ganz eigenen Qualitäten auf. Hier erwarten den Angler ein mildes Wetter, viele Sonnenstunden, malerische Fischerdörfer eingerahmt in blankgespülte Felsen und feine Sandstrände. Nicht umsonst wird die Südküste Norwegens als die “Riviera des Nordens” bezeichnet, denn die angenehmen Wassertemperaturen laden nicht nur zum Angeln, sondern auch zum Baden ein.

In Skottevik kommt jeder auf seine Kosten – ob Angler oder Nichtangler. Der kleine Ort bei Kristiansand bietet alles, was das Angeln in Südnorwegen auszeichnet. Angenehme Temperaturen, eine traumhafte Landschaft, gute Erreichbarkeit mit dem Auto und einen Ferienpark, der keine Wünsche offen lässt – all das spricht für den Ort an der südlichsten Spitze Norwegens.

 

 

Das Skottevik Feriesenter

 

Eine Oase am Meer – so wird das Skottevik Feriesenter oft genannt und man tut ihm damit Recht. Über 3 Kilometer Küstenlinie befinden sich auf dem Gelände des Ferienparks. Strände laden zum Verweilen und Baden ein, Schären warten darauf, entdeckt zu werden. Die Anlage verfügt über ganze 3 eigene Häfen, in denen Boote für Ausflüge und Angeltouren gemietet werden können. Doch nicht nur Angler kommen hier auf ihre Kosten: Auf dem Gelände der Anlage gibt es ein Restaurant, einen Campingplatz und andere Attraktionen wie Minigolf, Beachvolleyball, einen Fußballplatz und ein Trampolin. Sogar ein beheizter Pool und Badebuchten warten auf Schwimmabenteurer. Zum Entspannen laden ferner eine Sauna sowie ein Solarium ein.

 

Angeln in Südnorwegen

Auch anglerisch hat der kleine Ort an der Südküste einiges zu bieten. Regelmäßig werden hier durchaus kapitale Dorsche auf die Schuppen gelegt. Zu den weiteren Zielfischen zählen unter anderem Leng, Köhler, Heilbutt, Lumb und Makrelen. Angeln in Südnorwegen ist besonders erfolgreich, wenn man über ein Boot verfügt. Zu diesem Zweck können im Skottevik Feriesenter kleine Boote, sogenannte Dieselschnecken gemietet werden, mit denen man mit bis zu 8 Personen sicher und bequem angeln kann. Wer lieber auf seine Muskelkraft vertraut, dem sei ein Ausflug mit einem Kanu ans Herz gelegt, welche ebenfalls genutzt werden können. Das Angeln in Südnorwegen ist bekannt für seine Vielseitigkeit, daher kann der ambitionierte Petrijünger alle Spielarten der Sportfischerei auskosten. Angeln vom Ufer ist natürlich auch möglich. Ein Einsatz mit der Spinnrute auf Dorsche oder mit der Grundrute auf Plattfische dürfte von Erfolg gekrönt sein…

 

Anreise

Die Anreise nach Skottevik gestaltet sich denkbar einfach – es dürfte wohl schwer sein, eine Ecke in Norwegen zu finden, die einfacher zu erreichen ist. Hier empfiehlt sich die Anreise mit der Fähre. Kristiansand mit seinem großen Fährhafen ist keine 20 Kilometer entfernt, von Hirtshals fährt ColorLine mit der SuperSpeed I in 3 Stunden und 15 Minuten in die Hauptstadt von Norwegens südlichster Provinz. Wenn man mit mindestens 2 Personen und Auto reist, beginnen die Preise für eine Überfahrt bei 89 Euro.

SuperSpeed bringt Sie zum Angeln in Südnorwegen

Bild: Color Line (Anders Martinsen)

Noch schneller geht es auf derselben Route mit FjordLine. Gerade einmal 2 Stunden und 15 Minuten benötigt die Hochgeschwindigkeitsfähre für die Strecke Hirtshals – Kristiansand. Auch die Preise sind etwas günstiger als bei Color Line, für dasselbe Angebot (2 Personen, 1 PKW) starten die Preise bei 67 Euro pro Fahrt. Zu beachten ist allerdings, dass FjordLine die Verbindung nur in den Sommermonaten bedient. Wer von September bis mitte Mai eine Überfahrt buchen möchte, muss auf ColorLine zurückgreifen.

 

Buchen

Wer auf den Geschmack gekommen ist – buchen kann man das ganze am besten über Andree’s Angelreisen. Andree’s Angelreisen ist ein Reiseanbieter für Angelreisen aller Art. Für ihren Service haben sie bereits zum zweiten mal den Blinker Award verliehen bekommen. Auf der Seite finden sich außerdem noch weitere Details rund um die Anlage und eine schöne Bildergalerie.
Link: Andree’s Angelreisen – Skottevik
Alternativ kann man einen Aufenthalt auch direkt über die Seite der Anlage buchen. Link: Skottevik Feriesenter
Zudem bietet ColorLine auch noch weitere Spartarife an rund um das Thema Angeln in Südnorwegen an – hier lohnt es sich, einfach mal Ausschau zu halten.

Angelurlaub in Norwegen – der Klassiker

Flag_of_Norway

Machen Sie doch mal Angelurlaub in Norwegen! Wenn man von einem Traumreiseland für Angler spricht, dann drehen sich die meisten Ansprüche um Sachen wie Fischreichtum, Abwechslungsreichtum der vorhandenen Gewässer, Süß- sowie Salzwasserreviere in der Nähe, eine reizvolle Natur und das ganze sollte auch möglichst noch mit dem Auto zu erreichen sein. Gibt’s nicht? Gibt’s wohl! Nämlich in Norwegen, dem Klassiker aller Urlaubsländer für Angler aller Coleur. Im ersten Teil meiner Serie “Reisen” gebe ich einen kurzen Einblick in das Land im Norden Europas und seine Einwohner.

 

Landschaft

Die beste Nachricht zuerst: Mit einer Küstenlinie von über 80.000 Kilometern könnte man sich mehr als zweimal um den gesamten Globus angeln und hätte dabei noch nicht einmal die vielen Süßwasserreviere Norwegens erkundet. An Angelmöglichkeiten mangelt es also sicherlich nicht! Die Landschaft Norwegens zählt zu einer der reizvollsten, die man in Europa finden kann. Sie ist von den Skanden, dem Gebirgszug Skandinaviens geprägt und zeichnet sich durch eine zerklüftete Atlantikküste aus, in der die Berge abrupt im Meer verschwinden. Das Hinterland besticht mit Fjells, das sind karge Hochebenen mit alpiner Vegetation, in denen so manch reizvoller Forellenbach zu finden ist. Die berühmteste Fjellregion ist die Hardangervidda im Süden Norwegens, beliebtes Ausflugsziel und größtes Hochplateau Europas.

Angelurlaub in Norwegen

Die Hardangervidda
Bild: David Farreny, Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

An der Westküste sind die großen, berühmten Fjorde zu finden. Der größte unter ihnen, der Sognefjord besticht durch eine länge von 204 Kilometern sowie einer atemberaubenden Tiefe von über 1300 Metern. Damit ist er nicht nur der größte europäische Fjord, er ermöglicht auch das Tiefseeangeln, ohne die Küste überhaupt zu verlassen.

Angelurlaub in Norwegen

Foto: Peter Schmidt
Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Im Süden sieht es etwas gemächlicher aus – hier prägen sanfte Schärenlandschaften das Bild. Kleine Fischerdörfer, eingebettet in gezeitengeschliffene Felsen, die zum Baden und Angeln einladen, lassen schnell klar werden, warum es sich hierbei um die “Riviera des Nordens” handelt.

Angelurlaub in Norwegen

Ein typisches Panorama der südnorwegischen Schärenküste
Bild: Bjoertvedt, Lizenz: Creative Commons Attribution 3.0 Unported

Klima

In Norwegen ist es eisig kalt, lautet ein gängiges Vorurteil. Dass das so nicht stimmt, lässt sich schon mit einem Blick auf die Durschnittstemperaturen belegen. Im  Sommer wird es nicht selten über 30 Grad warm, auch wenn die Temperaturen von Ort zu Ort schwanken. Verantwortlich für das verhältnismäßig milde Klima ist vor allem der Golfstrom, der die Küste Norwegens ganzjährig mit warmem Wasser aus der Karibik versorgt. Dadurch bleibt selbst im tiefsten Winter die gesamte Küste komplett eisfrei.
Generell kann das Klima in Norwegen in zwei grundlegende Bereiche unterteilt werden, die von den Skanden getrennt werden: Zum einen das feuchte, atlantische Klima an der Westküste Norwegens und zum anderen das trockene, kontinentale Klima im östlichen Binnenland Norwegens bis zur schwedischen Grenze.
Ersteres zeichnet sich durch ganzjährig hohen Niederschlag aus. Das Wetter ist stark vom Atlantik geprägt, daher sind Stürme und Regen keine Seltenheit. Dafür besticht es mit seinen milden Temperaturen, im Sommer sind angenehme 20 Grad keine Seltenheit. Auch im Winter wird es an der Küste nicht sehr kalt.
Im östlichen Binnenland dagegen ist das Klima kontinentaler geprägt. Das Wetter ist deutlich trockener und beständiger. Während die Winter oft kalt und intensiv ausfallen, wird es in den Sommermonaten sehr heiß und trocken (für norwegische Verhältnisse).
Insgesamt kann das Wetter in Norwegen als recht gemäßigt bezeichnet werden, dem Wetter in Deutschland gar nicht so unähnlich.

Gewässer, von denen man gehört haben sollte 

Hier nun ein paar ganz konkrete Fallbeispiele, um die anglerischen Qualitäten Norwegens entsprechend zu untermalen:

Fjord-Norwegen

Angelurlaub in Norwegen

Landschaft Fjordnorwegens
Bild: Ernmuhl (lb.wikipedia)

Okay, das ist schon ziemlich viel für “ein” Gewässer, dennoch ist die Fjordküste wohl die Hauptattraktion für Norwegen-Urlauber aus aller Welt. Hier gibt’s Dorsch, Heilbutt, Leng, Köhler und generell alles, was das Herz begehrt. Vom Strand, vom Boot, im flachen oder im tiefen – hier gibt es “alles unter einem Dach.”

Die Glomma

Angelurlaub in Norwegen

Die Glomma bei Odal
Bild: Øyvind Holmstad

Der größte Fluss des Landes. Stolze 600 Kilometer lang, fließt sie durch Ost-Norwegen und die endlosen Waldlandschaften nördlich von Oslo. Berühmt für Äschen und Hechte.

Der Mjosa

Angelurlaub in Norwegen

Die Insel Helgøya im Mjøsa
Bild: Øyvind Holmstad

Der größte Binnensee des Landes, ebenfalls im Osten gelegen. Eingebettet in sanfte, bewaldete Berge liegt der Mjosa eine gute Autostunde nördlich von Oslo. Die Hauptattratkion stellen hier wohl die Hechte da, die oftmals durch Schleppfischen auf die Schuppen gelegt werden.

Die Schärenküste

Angelurlaub in Norwegen

Schärenküste bei Tjøme
Bild: Karl Ragnar Gjertsen

Auch die Schärenküste ist eigentlich zu groß, um als “ein” Gewässer durchzugehen, aber ich möchte sie euch nicht vorenthalten. Durchgängig warme Temperaturen, eine hügelige, malerische Landschaft und geschützt gelegene Badestrände machen sie zu einem idealen Reiseziel, um Angeln und Familie unter einen Hut zu bringen. Hier machen auch die Norweger Urlaub im eigenen Land.

Anreise

Die traditionell unkomplizierteste Anreise stellt die Reise mit dem eigenen PKW dar – man ist mobil und man bekommt die Ausrüstung mit. Schließlich muss man auch die Mobilität am Urlaubsort bedenken. Norwegen ist ein weites Land und nicht immer besteht eine regelmäßige Busverbindung zum Nachtangeln an einem abgelegenen Waldsee.
Bei der Anreise mit dem eigenen Auto kommen vor allem die guten Fährverbindungen zugute, die von Deutschland oder Dänemark nach Norwegen fahren. Klarer Spitzenreiter bei Fährverbindungen nach Norwegen ist definitiv Color Line.

Angelurlaub in Norwegen

Bild: Color Line (Anders Martinsen)

Sie unterhält Verbindungen von Kiel nach Oslo sowie vom dänischen Hirtshals nach Kristiansand und Larvik. Damit stellt sie die einzige Direktverbindung zwischen Norwegen und Deutschland. Hier lohnt sich die Anreise mit dem Auto gleich doppelt, denn es gibt flexible Auto-Sparpakete, mit denen eine Gruppe Personen plus PKW zu vergünstigten Konditionen reisen. Neben Color Line gibt es noch weitere Fährgesellschaften wie Fjord Line und Stena Line, mit anderen Streckennetzen, aber vergleichsweise ähnlichen Angeboten.
Natürlich kann man auch mit dem Flugzeug anreisen. Neben Oslo, Bergen und Trondheim gibt es viele weitere kleine Flughäfen über das gesamte Land verteilt. Fluggesellschaften wie Wideroe bieten Inlandsflüge an. Bei Reisen mit dem Flugzeug gilt es, die Sondergepäcksbestimmungen zu beachten, damit auch die Ausrüstung fachgerecht transportiert werden kann.

Wissenswertes für den Angelurlaub in Norwegen

In Norwegen spricht man Norwegisch, klar. Aber so einfach ist es nicht. Das moderne Norwegisch ist unterteilt in zwei dominierende Dialekte, Bokmal und Nynorsk, wohingegen Bokmal die verbreiteste Sprache ist. Letzlich sind beide Unterarten der norwegischen Sprache nichts anderes als Dialekte, vergleichbar mit dem Friesischen und dem Sächsischen in Deutschland (mit dem Unterschied, dass sowohl Bokmal als auch Nynorsk offizielle Amtssprachen sind). Für Urlauber, die die Sprache nicht beherrschen, sei Entwarnung gegeben: Die meisten Norweger sprechen ein ausgezeichnetes Englisch.
Alkohol ist in Norwegen überproportional teuer. Als Relikt aus der Zeit der Prohibition gibt es in Norwegen das Alkoholmonopol. Alle alkoholischen. Getränke mit einem Volumenprozentsatz von über 4,8 % dürfen daher nur in eigens vom Staat dafür eingerichteten Läden erworben werden, zu recht hohen Preisen.
Auch in Norwegen lauern einige Fettnäpfchen auf unbedarfte Urlauber. Ein großes Tabu sind Schuhe im Haus, daher gilt: Schuhe aus, wenn man eingeladen ist. Meist bieten die Gastgeber sogar Hausschlappen für Gäste an. Auch sind die Nordländer etwas zurückhaltend. Viele Norweger fühlen sich peinlich berührt, wenn man sich im Bus neben sie setzt, obwohl auch andere Plätze frei sind. Persönlich darf man dieses Verhalten aber nicht nehmen, denn ist das Eis erstmal gebrochen, werden auch die sonst eher kühlen Norweger warm und redefreudig.