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Angeln für Anfänger – Was brauche ich?

Angeln für Anfänger

Angeln für Anfänger – die ersten Schritte zum schönsten Naturerlebnis der Welt sind keine einfachen, denn Angeln ist mehr als nur den “Wurm zu baden”. Von der Auswahl des richtigen Equipment über die Gewässerwahl bis hin zur Versorgung der Beute und rechtlichen Schutzbestimmungen gibt es unzählige Regeln und Gebote, die es einzuhalten gilt. Aber das Leben ist bekanntlich nichts für Weicheier, also werde ich hier das wichtigste erläutern und ein paar grundlegende Dinge aufklären.

Angeln für Anfänger – Die Ausrüstung

Angeln für Anfänger

Foto: Jan Tik; Edit: Chabacano (Wikimedia)

Beim Gang in das Fachgeschäft wird der Anfänger meist mit einer überwältigenden Menge an Zubehör erschlagen. Was wirklich sinnvoll ist und was nicht zeigt sich oft erst auf dem zweiten Blick. Daher sei hier einmal das wichtigste auf den Punkt gebracht.

Die Rute: Es gibt viele verschiedene Angelruten für ganz unterschiedliche Zwecke. Sie sind meist zwischen 2 und 4 Meter lang, verfügen über einen Kork- oder PVC-Griff und mehr oder weniger viele Rutenringe. Sie kommen in zwei Ausführungen, als Steckrute und als Teleskoprute. Die Steckrute besteht aus 2 oder mehr steckbaren Einzelteilen, während die Teleskoprute aus vielen kleinen Segmenten besteht, die ineinander geschoben werden können und beim Einsatz teleskopartig auf ihre volle Länge ausgefahren werden können. Für welche Rute man sich entscheidet, hängt von vielen kleinen Faktoren ab, ist letztlich aber vor allem Geschmackssache. Die Steckrute hat in der Regel eine bessere Aktion (sie biegt sich gleichmäßiger beim Wurf oder Drill) und ist qualitativ meist hochwertiger, da sie aus weniger Teilen besteht als die Teleskoprute. Die Qualität geht allerdings zu Lasten der Transportgröße, da die Telerute meist kleiner zusammengefahren, als die Steckrute auseinandergesteckt werden kann. Für den Anfang empfiehlt sich eine Teleskoprute, da sie in der Regel günstiger und robuster ist. Außerdem lässt sich ein Anfängerfehler zu Lasten der Rute bei einer 30-Euro Rute besser verschmerzen als bei einer 300-Euro Rute.

Die Rolle: Bei der Rolle lohnt es sich besonders, auf Qualität zu achten. Schließlich ist sie voll mit sich rotierenden, mechanischen Teilchen, die rund laufen müssen. Daher empfiehlt sich der Praxistest im Laden. Läuft die Rolle ruhig und reibungslos? Wackelt die Kurbel oder sitzt alles an seinem Platz? Auf keinen Fall darf man sich von übertriebenen Kugellagern blenden lassen. Schließlich bringen auch 10 Kugellager keinen Vorteil, wenn die Rolle nicht sauber verarbeitet ist. Eine Rolle der Größe 2500 ist ein guter Start. Sie ist nicht zu groß und nicht zu klein für die meisten Anwendungen im Süßwasser.

Die Hauptschnur: Bei der Wahl der Schnur gibt es zwei Optionen: Monofile Schnur oder geflochtene Schnur. Während die Monofile recht dehnbar ist, zeichnet sich die Geflochtene durch ihre sehr geringe Dehnbarkeit aus, sie bietet damit den direkten Draht zum Köder. Dafür ist sie aber oftmals teurer und billige geflochtene Schnüre meist von mangelnder Qualität. Daher greift man als Anfänger am besten auf eine Monofile Schnur zurück. Sie ist abriebfester und günstiger. Die Dehnbarkeit der Schnur wirkt als zusätzlicher Puffer im Drill und die Knoten gehen in der Regel bei monofiler Schnur leichter von der Hand.

Kleinteile: Hier liegt der Hase im Pfeffer. Die Flut an verfügbaren Kleinteilen ist unüberschaubar, daher sollte man sich gerade als Anfänger auf das nötigste beschränken. Dazu gehören: ein paar Posen mit Tragkräften zwischen 2 und 5 Gramm, ein paar kleine Grundbleie und Futterkörbe, ein Schnurlaufröhrchen (da wird das Blei eingehängt), eine Gummiperle (um den Knoten beim Wurf zu schützen), ein Arsenal an Karabinerwirbeln (hier unbedingt auf Qualität achten!), sowie ein Set an fertig gebundenen Vorfächern in verschiedenen Hakengrößen (10-16).

Angeln für Anfänger

Foto: Piotrek91 (Wikimedia)

Nicht direkt am Fischefangen beteiligt, aber dennoch nötig sind ein Fischtöter, ein Messer, Maßband, eine Köderdose, ein Hakenlöser und ein Kescher. Außerdem empfiehlt es sich, eine Zange (falls der Haken aus “unüblichen” Orten entfernt werden muss) und ein Fangbuch (indem man alle Details des Angeltages notiert) mit sich zu führen.
Das ist das nötigste, was man beim Angeln für Anfänger braucht. Später lohnt es sich, in eine zweite (oder dritte, vierte…) Rute zu investieren und sich mit seiner Ausrüstung etwas zu spezialisieren. Man findet schließlich seine Nischen…

 

 

TIpps zum Angeln am Forellenteich

Foto:  4028mdk09 (Wikimedia, Creative Commons)

Das Angeln am Forellenteich ist nicht nur etwas für Anfänger. Auch Profis kommen hier auf ihre Kosten. Meist handelt es sich um Anlagen, an denen man eine Tageskarte löst und dann auf Zuchtforellen, in der Regel Regenbogenforellen, angelt. Hierbei unterscheiden sich die Teiche aber in vielerlei Hinsicht. Auch wenn es nach wie vor den klassischen Forellenteich gibt, einen rechteckigen Teich mit Badewannenprofil und nicht vorhandener Ufervegation, investieren Anlagenbetreiber immer mehr in naturbelassene, anspruchsvolle Teiche. An einem guten Forellenteich finden sich nicht selten eine abwechslungsreiche Ufervegetation, Stege und Angelplattformen und oftmals auch ein naturnaher Mischbesatz mit Forellen, Karpfen, Zandern, Aalen, Weißfisch und vielen Spezies mehr. Solche Teiche können auch erfahrene Angler vor echte Herausforderungen stellen, daher möchte ich hier einen kurzen Einblick in den wohl einfachsten Ansatz geben, mit dem man an einen solchen Forellenteich herangehen kann.

 

Das Gerät – leicht und flexibel

Da die meisten Teiche über speziell ausgewiesene Angelstellen verfügen, an denen man genug Raum zum Werfen hat, empfehlen sich lange Ruten ab 3 Metern Länge mit einem Wurfgewicht bis ungefähr 30 Gramm. Damit bekommt man auch leichtere Montagen komfortabel auf eine ausreichende Wurfweite befördert. Die zweite Rute wird mit einem Grundblei ausgestattet, da wir mit ihr die tieferen Gewässerschichten nach Forellen absuchen. Da an den meisten Teichen mindestens 2 Ruten erlaubt sind, sollte man großflächig arbeiten. Um die Fische zu finden, muss man sich ein bisschen in die Sichtweise einer Zuchtforelle hineinversetzen. Zuchtforellen verbringen ihre ganze Jugend, anders als ihre wildlegenden Artgenossen, in einem kleinen Becken zusammen mit unzähligen anderen Forellen. Daher neigen sie auch nach der Umsiedlung in einen größeren Forellenteich zu ausgeprägtem Schwarmverhalten. Entgegen ihren wilden Schwestern, weisen Zuchtforellen wenig Vorliebe für bestimmte Standorte auf. Sie gewöhnen sich nicht an einzelne Hotspots wie umgestürzte Bäume und sind nicht Standorttreu. Das ist kein Wunder, wenn man bedenkt, dass sie ihre ganze Jugend in einem badewannenförmigen Gartenteich verbracht haben. Wenn während des Heranwachsens nie die Möglichkeit besteht, sich irgendwo zu verstecken, dann wird man es auch nach dem Aussetzen nicht so schnell erlernen. Für uns Angler heißt das im Klartext, dass sich die Forellen in größeren Pulks durch das gesamte Gewässer bewegen. Statt einzelne Hotspots zu befischen, sollte man lieber eine möglichst große Fläche befischen und verschiedene Tiefenschichten nach den Salmoniden absuchen.

 

Ein Regenbogner im Forellenteich; Foto: Adrian Michael

Ein Regenbogner im Forellenteich; Foto: Adrian Michael

 

 

Die Montagen

An der Posenrute wählen wir eine ganz normale Montage mit einer 5-Gramm Pose. Da die meisten Forellen nicht gerade zimperlich zupacken, kann hier mit etwas gröberer Bissanzeige gearbeitet werden, im Extremfall auch mit einer Wasserkugel. Die Grundrute wird mit einem Tiroler Hölzl von 20g ausgestattet. Es sollte frei auf der Hauptschnur laufen, hier hilft man sich am besten mit einem Schnurlaufröhrchen mit Karabiner. Der Clou an der Sache ist hierbei der Köder: Er sollte unbedingt schwimmen, da die meisten Forellen nur ungern ihre Nahrung direkt vom Grund aufnehmen. Außerdem fällt ein schwimmender Köder den Fischen direkt in das Sichtfeld, man muss keine Sorgen haben, dass der Leckerbissen im Kraut verschwindet. Die Rute wird nach dem Ausbringen der Montage waagerecht abgelegt, der Köder treibt bis auf die Länge des Vorfachs auf. So kann man über die Länge des Vordachs genau kalkulieren, in welcher Tiefe der Köder gerade arbeitet. Hat man ein 60cm langes Vordach montiert und der Teich ist an der Stelle 3,40 Meter tief, so wird der Köder auf einer Tiefe von 2,80 Metern präsentiert. Keine Sorge, viel komplizierter wird es nicht. Die Hauptsache ist, dass man verschiedene Wassertiefen durchforstet. Die Grundrute arbeitet knapp über dem Gewässerboden (tiefer als 40cm über Grund lohnt sich meist nicht mehr), die Posenrute hingegen präsentiert den Köder im Mittelwasser oder bis auf Vorfachlänge unterhalb der Wasseroberfläche.

 

Die Technik am Forellenteich

 

Sind die Ruten erst einmal ausgebracht, empfiehlt es sich, aktiv zu suchen. Wir erinnern uns, die Forellen ziehen in größeren Pulks durch das Gewässer und lassen dabei oftmals keine Gewässertiefe aus. Nun kann man einfach warten, bis sie an unserem Köder vorbeikommen. Da ich aber von Natur aus ein ungeduldiger Mensch bin, hole ich die Montage alle 15 Minuten ein Stückchen ein, damit der Köder Strecke macht. Haben wir ein paar Würfe ohne Erfolg gemacht, stellen wir die Pose etwas tiefer oder flacher ein, um in einer neuen Wasserschicht zu suchen. Hat man einen Biss gehabt, lohnt sich oft ein Versuch an der gleichen Stelle in gleicher Tiefe direkt danach. vermutlich sind noch mehr Forellen anwesend.

Als fängige Köder haben sich vor allem die Klassiker wie Made, Tauwurm und Troutbait bewährt. Bienenmaden und Mehlwürmer sind natürlich auch zu empfehlen. Gerade bei Forellenteig ist aber an der Pose vorsicht geboten: Viele Teigsorten sind schwimmend, eignen sich daher vor allem für die Grundrute. Schwimmender Teig sollte aber nicht an der Posenrute gefischt werden, da es hier zu einem merkwürdigen Schnursalat führen kann und der Köder nicht mehr in der anvisierten Tiefe präsentiert wird. Um Maden, Mehlwürmer und andere Naturköder zum Schwimmen zu bringen, eignen sich kleine Styroporkugeln, die einfach zusätzlich auf den Haken gesteckt werden. Extrapunkte gibt es für Reizfarben, die bei unentschlossenen Forellen auch noch das letzte bisschen Überzeugungsarbeit leisten und zum Anbiss verleiten.

Karpfenangeln delight – mit der Pose auf die Rüssler

Foto: Mike Pennington

Das moderne Karpfenangeln hat in den vergangenen 30 Jahren eine Entwicklung wie so kaum eine Angelnische hingelegt: Boilies, Haar-Rigs und Festbleimontagen gehören mittlerweile zum Standardinventar eines jeden ernsthaften Carphunters. Der Erfolg gibt der Technik recht, denn die Rekordmeldungen von astronomisch großen Schuppis und Spielgern nehmen kein Ende. Mit gezielten Anfütterungskampagnen wird Jagd auf Karpfen der Kategorie 30-Pfund-Plus gemacht – mit regelmäßigem Erfolg. Dabei sieht es immer ein bisschen nach Umzug aus, wenn der Karpfenjäger sich ans Wasser begibt, sein Zelt aufstellt, die Karpfenliege ausklappt und das Rodpod im Boden verankert – das professionelle Basislager liegt im Trend.

3 Ruten, Rodpod und elektronische Bissanzeiger? Karpfenangeln geht auch anders!

3 Ruten, Rodpod und elektronische Bissanzeiger? Karpfenangeln geht auch anders!

Doch es geht auch anders. Mit deutlich weniger Gepäck und mindestens genausoviel Spaß. Ich spreche hier vom Posenangeln auf Karpfen, im Idealfall sogar auf Sicht. Hier geht es weniger um Sitzfleisch und Futterstrategie als vielmehr um den richtigen Draht zum Fisch.

 

Das richtige Gewässer zum Karpfenangeln

Für das Pirschen auf Karpfen empfiehlt sich ein kleiner Teich oder See. Fließgewässer sind generell schwieriger zu befischen, vor allem aufgrund der Strömung. Hier sollte man nach Altarmen oder flachen, bewachsenen Buchten Ausschau halten, die lassen sich am einfachsten befischen.

Das schöne an kleinen Gewässern ist ihre Übersichtlichkeit. Hotspots lassen sich schneller identifizieren und auch Angler ohne Lokalkenntnisse haben hervorragende Erfolgschancen beim Karpfenangeln. In unserem Fall kommt allerdings noch ein weiterer Pluspunkt dazu, die gute Befischbarkeit. Wenn wir unser Gerät so simpel und kompakt wie möglich halten, beschränken sich auch die Einsatzmöglichkeiten. Wir können den Köder nicht allzu weit vom Ufer präsentieren und erreichen auch keine großartigen Tiefen. Unser Jagdbereich beim Karpfenangeln beschänkt sich also hauptsächlich auf den Uferbereich und bei kleinen Gewässern deckt dieser Bereich schon fast den ganzen Teich ab, unser kompaktes Gerät wird uns also nicht zum Nachteil.

Die Ausrüstung

Das Gerät ist so einfach wie möglich zu halten. Eine 2,70m lange, weiche Rute mit geringem Wurfgewicht und einer weichen Spitze ist ideal zum Karpfenangeln. Sie ist lang genug, um auch leichte Montagen auf Weite zu bringen, aber kurz genug, um auch an etwas unkomfortableren Angelplätzen nicht ständig im Baum zu hängen. Hierbei sollte man aber darauf achten, dass die Rute auch das nötige Rückgrat hat, um auch einem großen Rüssler Paroli zu bieten. Dazu kommt eine kleinere Rolle mit monofiler Schnur in ausreichender Stärke (min. 0,25mm). Als Pose kommt eine schlanke 3g-Pose zum Einsatz. Wichtig ist, dass sie nicht allzu auffällig ist, denn wir fischen schließlich im Nahbereich. Alle möglichen Auffälligkeiten sollten tunlichst vermieden werden, um die Fische nicht unnötig zu verschrecken. Ein Karabinerwirbel ist beim Karpfenangeln ein Muss. Hier sollte auf Qualität geachtet werden, da ein Wirbel immer eine Schwachstelle darstellt. Dazu kommt ein handelsübliches monofiles Vorfach mit einem Haken der Größe 10 bis 14, abhängig vom verwendeten Köder. Hierfür eignen sich vor allem vorgebundene Vorfächer, die man einfach aus der Packung nehmen und in den Karabiner hängen kann. Bei der Bebleiung ist darauf zu achten, dass der Großteil des Schrotbleis auf der Hauptschnur über dem Wirbel angebracht ist. Ein Schrotblei muss unbeding auf das Vorfach, da es ansonsten schnell zu Schnursalat kommt, sobald die Montage geworfen wird.

Bei der Köderauswahl kann man gerne etwas kreativer sein: Cocktails aus Made und Tauwurm oder Rotwurm und Mais sind sehr beliebte Köder für das Karpfenangeln, aber auch ein einfaches Madenbündel kann erfolgreich sein.

 

Am Wasser

Bevor die Rute ausgebracht wird, muss das Gewässer untersucht werden. Hierbei gilt: Der Köder muss zum Fisch! Daher muss jedem verräterischen Detail besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Vor dem Karpfenangeln steht also das Beobachten. Morgens und abends verraten sich Karpfen und auch andere Friedfische gerne durch kleine Bläschen, die beim Gründeln entstehen. Steigen Bläschen auf, so hat man einen Hotspot gefunden. Auch buckelnde Karpfen sind ein guter Hinweis. Hier lohnt sich oft ein Versuch mit Schwimmbrot. Ansonsten sollte der Uferbeschaffenheit besonderes Augenmerk gelten. Finden sich umgestürzte Bäume im Wasser? Gibt es ausgeprägte Schilfkanten? Ein Seerosenfeld in Ufernähe? Solche Plätze sind besonders heiß! Generell empfiehlt es sich, gedeckte Kleidung zu tragen, damit man keine Aufmerksamkeit erregt. Außerdem sollte man leise auftreten, da sich Vibrationen unter Wasser schnell fortpflanzen. Polaroidbrille und ein Fernglas sind ebenfalls sinnvolle Ausrüstungsgegenstände, um Karpfen auszumachen.
Eine Handvoll Mais reicht als Futtergabe vollkommen aus, schließlich wollen wir nur das Interesse der Fische wecken, nicht aber ihren Hunger stillen.
Hat man einen Trupp Karpfen oder einen guten Hotspot ausgemacht, sollte man beim Ausbringen der Montage vorsichtig sein. Hier empfiehlt es sich, den anvisierten Platz ein paar Meter zu überwerfen und die Montage dann vorsichtig bis zur gewünschten Angelstelle einholen, damit die Fische nicht durch das Landen der Montage im Wasser unnötig verschreckt werden.
Nach einem gefangenen Fisch muss man meist weiterziehen, da man den Rest der anwesenden Karpfen verjagt hat. Aber gerade bei dieser Art des Karpfenangelns empfiehlt es sich, ordentlich Strecke zu machen und mehrere Hotspots zu beangeln, da man die Ausrüstung schließlich sehr mobil gewählt hat
Generell gilt: Der Köder muss zum Fisch, nicht umgekehrt. Daher kann man ruhig auch mal den Platz wechseln, wenn sich nach einer Stunde noch nichts getan hat und auch sonst keine Aktivität erkennbar ist.
Hält man sich an diese einfachen Grundregeln, steht dem erfolgreichen Karpfenangeln eigentlich nichts mehr im Weg. Auch wenn die erbeuteten Fische in der Regel keine Rekordgrößen aufweisen, so macht es doch jede menge Spaß, mit den Rüsslern auf Tuchfühlung zu gehen. Und welcher Angler bekommt beim Anblick einer verschwindenden Pose keine Adrenalinschübe?

 

Angeln in Südnorwegen: Skottevik

Foto: Kallemax (Wikipedia)

Das Angeln in Südnorwegen zeichnet sich vor allem durch seine Vielfältigkeit aus. Auch wenn die Fische im Süden des Landes im Durchschnitt etwas kleiner sind als im hohen Norden, so wartet der Süden mit seinen ganz eigenen Qualitäten auf. Hier erwarten den Angler ein mildes Wetter, viele Sonnenstunden, malerische Fischerdörfer eingerahmt in blankgespülte Felsen und feine Sandstrände. Nicht umsonst wird die Südküste Norwegens als die “Riviera des Nordens” bezeichnet, denn die angenehmen Wassertemperaturen laden nicht nur zum Angeln, sondern auch zum Baden ein.

In Skottevik kommt jeder auf seine Kosten – ob Angler oder Nichtangler. Der kleine Ort bei Kristiansand bietet alles, was das Angeln in Südnorwegen auszeichnet. Angenehme Temperaturen, eine traumhafte Landschaft, gute Erreichbarkeit mit dem Auto und einen Ferienpark, der keine Wünsche offen lässt – all das spricht für den Ort an der südlichsten Spitze Norwegens.

 

 

Das Skottevik Feriesenter

 

Eine Oase am Meer – so wird das Skottevik Feriesenter oft genannt und man tut ihm damit Recht. Über 3 Kilometer Küstenlinie befinden sich auf dem Gelände des Ferienparks. Strände laden zum Verweilen und Baden ein, Schären warten darauf, entdeckt zu werden. Die Anlage verfügt über ganze 3 eigene Häfen, in denen Boote für Ausflüge und Angeltouren gemietet werden können. Doch nicht nur Angler kommen hier auf ihre Kosten: Auf dem Gelände der Anlage gibt es ein Restaurant, einen Campingplatz und andere Attraktionen wie Minigolf, Beachvolleyball, einen Fußballplatz und ein Trampolin. Sogar ein beheizter Pool und Badebuchten warten auf Schwimmabenteurer. Zum Entspannen laden ferner eine Sauna sowie ein Solarium ein.

 

Angeln in Südnorwegen

Auch anglerisch hat der kleine Ort an der Südküste einiges zu bieten. Regelmäßig werden hier durchaus kapitale Dorsche auf die Schuppen gelegt. Zu den weiteren Zielfischen zählen unter anderem Leng, Köhler, Heilbutt, Lumb und Makrelen. Angeln in Südnorwegen ist besonders erfolgreich, wenn man über ein Boot verfügt. Zu diesem Zweck können im Skottevik Feriesenter kleine Boote, sogenannte Dieselschnecken gemietet werden, mit denen man mit bis zu 8 Personen sicher und bequem angeln kann. Wer lieber auf seine Muskelkraft vertraut, dem sei ein Ausflug mit einem Kanu ans Herz gelegt, welche ebenfalls genutzt werden können. Das Angeln in Südnorwegen ist bekannt für seine Vielseitigkeit, daher kann der ambitionierte Petrijünger alle Spielarten der Sportfischerei auskosten. Angeln vom Ufer ist natürlich auch möglich. Ein Einsatz mit der Spinnrute auf Dorsche oder mit der Grundrute auf Plattfische dürfte von Erfolg gekrönt sein…

 

Anreise

Die Anreise nach Skottevik gestaltet sich denkbar einfach – es dürfte wohl schwer sein, eine Ecke in Norwegen zu finden, die einfacher zu erreichen ist. Hier empfiehlt sich die Anreise mit der Fähre. Kristiansand mit seinem großen Fährhafen ist keine 20 Kilometer entfernt, von Hirtshals fährt ColorLine mit der SuperSpeed I in 3 Stunden und 15 Minuten in die Hauptstadt von Norwegens südlichster Provinz. Wenn man mit mindestens 2 Personen und Auto reist, beginnen die Preise für eine Überfahrt bei 89 Euro.

SuperSpeed bringt Sie zum Angeln in Südnorwegen

Bild: Color Line (Anders Martinsen)

Noch schneller geht es auf derselben Route mit FjordLine. Gerade einmal 2 Stunden und 15 Minuten benötigt die Hochgeschwindigkeitsfähre für die Strecke Hirtshals – Kristiansand. Auch die Preise sind etwas günstiger als bei Color Line, für dasselbe Angebot (2 Personen, 1 PKW) starten die Preise bei 67 Euro pro Fahrt. Zu beachten ist allerdings, dass FjordLine die Verbindung nur in den Sommermonaten bedient. Wer von September bis mitte Mai eine Überfahrt buchen möchte, muss auf ColorLine zurückgreifen.

 

Buchen

Wer auf den Geschmack gekommen ist – buchen kann man das ganze am besten über Andree’s Angelreisen. Andree’s Angelreisen ist ein Reiseanbieter für Angelreisen aller Art. Für ihren Service haben sie bereits zum zweiten mal den Blinker Award verliehen bekommen. Auf der Seite finden sich außerdem noch weitere Details rund um die Anlage und eine schöne Bildergalerie.
Link: Andree’s Angelreisen – Skottevik
Alternativ kann man einen Aufenthalt auch direkt über die Seite der Anlage buchen. Link: Skottevik Feriesenter
Zudem bietet ColorLine auch noch weitere Spartarife an rund um das Thema Angeln in Südnorwegen an – hier lohnt es sich, einfach mal Ausschau zu halten.

Schlaufenknoten – Wie binde ich Schlaufenknoten?

Verwendungen für Schlaufen gibt es beim Angeln viele: Als Verbindung zum Vorfach, um Kunstköder zu montieren und viele mehr. Zeit also, sich ein paar Schlaufenknoten anzuschauen. Auf dieser Seite habe ich die populärsten Schlaufenknoten aufgelistet.

 

Chirurgenschlaufe

 

Die Chirurgenschlaufe ist der wohl einfachste Schlaufenknoten. Er garantiert eine hohe Tragfestigkeit sowohl bei monofiler als auch bei geflochtener Leine.

Er lässt sich wie folgt binden:

  1. Bilde eine Schlaufe
  2. Binde einen Überhandknoten mit der Schlaufe. Achtung! Ein einfacher Überhandknoten reicht nicht aus, der Knoten sollte mindestens mit 3 Überschlägen gebunden werden.
  3. Anfeuchten und zuziehen

Eine weitere Anleitung zum Binden der Chirurgenschlaufe gibt es hier.

Die Chirurgenschlaufe lässt sich nicht nur am Ende der Hauptschnur verwenden, sondern auch auf vielfältige Weise an der Seitenarmmontage. In einem gewissen Abstand zum Schnurende bindet man einfach eine simple Chirurgenschlaufe, in die man beispielsweise vorher einen Wirbel einhängt. So erhält man eine einfache Seitenarmmontage, die man beispielsweise für die Grundangelei einsetzen kann.

 

Endschlaufenknoten

 

Etwas komplizierter ist der Endschlaufenknoten. Allerdings wird die Mühe belohnt durch eine enorme Tragfestigkeit. Fast die gesamte lineare Schnurstärke wird bewahrt! Das Binden ist dennoch etwas aufwendig und erfordert etwas Übung:

 

  1. Schnurende doppelt legen. Mindestens 10 cm doppelte Schnur werden benötigt. Falls gewünscht, kann man jetzt einen Wirbel oder ähnliches aufziehen und am Ende der Bucht platzieren.
  2. Die nächsten Windungen nicht zu eng legen, ansonsten entsteht beim Zusammenziehen ein undurchschaubares Knäuel, was nichts mit dem eigentlichen Knoten mehr zu tun hat. Zwei Windungen sind hier völlig ausreichend.
  3. Die in Schritt 2 gelegten Windungen werden in gleicher Anzahl entgegengesetzt zurückgebunden.
  4. Schließlich wird das Schnurende wieder durch die erste Schlaufe gezogen und der Knoten langsam und mit Gefühl zugezogen. Hier ist etwas Fingerspitzengefühl vonnöten, damit sich der Knoten nicht zu einem Knäuel entwickelt. Die Windungen müssen sauber und ordentlich ineinander greifen. Nur so ist die maximale Tragfestigkeit gewährleistet.

 

Wiederum findet ihr hier auch noch eine weitere Anleitung mit Video:

 

Perfection Loop

 

Der Perfection Loop ist einer der ältesten Schlaufenknoten. Er ist auch unter dem Namen Compound Loop bekannt und fand schon vor über hundert Jahren Anwendung, vor allem beim Fliegenfischen. Aber auch für andere Arten des Angelsports ist er bestens geeignet, da er sehr simpel zu binden ist und trotzdem eine hohe Tragfestigkeit aufweist. Das besondere am Perfection Loop ist, dass die Schlaufe genau auf einer Linie mit der Hauptschnur sitzt, während sie bei anderen Angelknoten leicht versetzt

Bindeanleitung:

  1. Bilde eine Schlaufe und halte die Schnüre am Schnittpunkt mit dem Daumen fest.
  2. Wickle das Schnurende einmal über den Daumen und unter der Schlaufe durch.
  3. Lege das Schnurende wieder über die Schlaufe
  4. Bilde mit dem Schnurstück, welches auf dem Daumen liegt, eine kleine Schlaufe und führe sie durch die große Schlaufe
  5. Ziehe den Knoten vorsichtig zusammen.

Auch hier gibt’s eine Videoanleitung – diesmal leider auf Englisch:

 

So, ich hoffe das war fürs erste schon eine kleine Einleitung zum Thema Schlaufenknoten. Viel Spaß beim Nachbinden!