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Grinner Knoten und co. – Der universelle Angelknoten

Der Grinner Knoten gehört zu den universellsten Angelknoten und damit zum Standardrepertoire eines jeden Anglers. Er ist auch unter den Namen Universalknoten Henkersknoten und Uni-Knot bekannt. Sowohl an monofiler als auch an geflochtener Schnur bewahrt er über 80 Prozent der originalen Schnurtragkraft und eignet sich damit für eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten. Man kann ihn als einfachen Hakenknoten anwenden sowie als Stopperknoten, Verbindungsknoten, Spulenachsenknoten und vieles mehr. Die Schnurdicke spielt dabei keine Rolle, der Grinner Knoten ist sowohl für dicke als auch dünne Schnüre geeignet.

Bindeanleitung:

  1. Führe die Schnur durch die Öse und bilde eine Schlaufe.
  2. Bilde mit dem Schnurende eine Schlaufe.
  3. Wickle das Schnurende in einer Wicklung durch die Schlaufe und um die Hauptschnur und wiederhole diese Wicklung, bis du mindestens 5 Windungen durch die Schlaufe und um die Hauptschnur hast.
  4. Anfeuchten und zusammenziehen.

Ein Video zur Erläuterung findet ihr hier.

Doppelter Grinner Knoten

Eine Abwandlung des Grinner Knoten ist der Doppelte Grinner Knoten. Dieser wird verwendet, um zwei Schnüre miteinander zu verbinden. Er ist einfacher zu binden als der populäre Blutknoten und weist überdies noch eine höhere Knotenfestigkeit auf, was ihn du einem herausragenden Knoten macht, um eine gebrochene Hauptschnur wieder zu verbinden oder um eine Schlagschnur anzubringen. Wenn man etwas mehr Windungen wickelt, ist der Knoten auf für unterschiedlich starke Schnüre oder geflochtene Schnüre geeignet.

Bindeanleitung:

Der Doppelte Grinner Knoten wird fast genauso wie sein einfacher Bruder gebuden. Am Anfang mag es etwas kniffelig erscheinen, da man zwei Schnüre im Auge behalten muss, die miteinander kein Knäuel bilden düfen. Man geht wie folgt vor:

  1. Beide Schnüre parallel zueinander legen
  2. Schnur 1 bildet eine Schlaufe
  3. Das Schnurende von Schnur 1 wird nun durch Schlaufe und Schnur 2 gezogen, ähnlich wie beim “normalen” Grinner Knoten oben.
  4. Wenn mindestens 5 Wicklungen erreicht sind, zieht man den Knoten vorsichtig zusammen
  5. Nun wiederholt man dasselbe mit Schnur zwei, sodass man einen weiteren Grinner Knoten gegenüberliegend erzeugt
  6. Jetzt zieht man beide Knoten vorsichtig gegeneinander, bis sie sich zu einem Knoten verkeilen und fest sitzen

Ein detailliertes Video findet ihr hier.

Schlaufenknoten – Wie binde ich Schlaufenknoten?

Verwendungen für Schlaufen gibt es beim Angeln viele: Als Verbindung zum Vorfach, um Kunstköder zu montieren und viele mehr. Zeit also, sich ein paar Schlaufenknoten anzuschauen. Auf dieser Seite habe ich die populärsten Schlaufenknoten aufgelistet.

 

Chirurgenschlaufe

 

Die Chirurgenschlaufe ist der wohl einfachste Schlaufenknoten. Er garantiert eine hohe Tragfestigkeit sowohl bei monofiler als auch bei geflochtener Leine.

Er lässt sich wie folgt binden:

  1. Bilde eine Schlaufe
  2. Binde einen Überhandknoten mit der Schlaufe. Achtung! Ein einfacher Überhandknoten reicht nicht aus, der Knoten sollte mindestens mit 3 Überschlägen gebunden werden.
  3. Anfeuchten und zuziehen

Eine weitere Anleitung zum Binden der Chirurgenschlaufe gibt es hier.

Die Chirurgenschlaufe lässt sich nicht nur am Ende der Hauptschnur verwenden, sondern auch auf vielfältige Weise an der Seitenarmmontage. In einem gewissen Abstand zum Schnurende bindet man einfach eine simple Chirurgenschlaufe, in die man beispielsweise vorher einen Wirbel einhängt. So erhält man eine einfache Seitenarmmontage, die man beispielsweise für die Grundangelei einsetzen kann.

 

Endschlaufenknoten

 

Etwas komplizierter ist der Endschlaufenknoten. Allerdings wird die Mühe belohnt durch eine enorme Tragfestigkeit. Fast die gesamte lineare Schnurstärke wird bewahrt! Das Binden ist dennoch etwas aufwendig und erfordert etwas Übung:

 

  1. Schnurende doppelt legen. Mindestens 10 cm doppelte Schnur werden benötigt. Falls gewünscht, kann man jetzt einen Wirbel oder ähnliches aufziehen und am Ende der Bucht platzieren.
  2. Die nächsten Windungen nicht zu eng legen, ansonsten entsteht beim Zusammenziehen ein undurchschaubares Knäuel, was nichts mit dem eigentlichen Knoten mehr zu tun hat. Zwei Windungen sind hier völlig ausreichend.
  3. Die in Schritt 2 gelegten Windungen werden in gleicher Anzahl entgegengesetzt zurückgebunden.
  4. Schließlich wird das Schnurende wieder durch die erste Schlaufe gezogen und der Knoten langsam und mit Gefühl zugezogen. Hier ist etwas Fingerspitzengefühl vonnöten, damit sich der Knoten nicht zu einem Knäuel entwickelt. Die Windungen müssen sauber und ordentlich ineinander greifen. Nur so ist die maximale Tragfestigkeit gewährleistet.

 

Wiederum findet ihr hier auch noch eine weitere Anleitung mit Video:

 

Perfection Loop

 

Der Perfection Loop ist einer der ältesten Schlaufenknoten. Er ist auch unter dem Namen Compound Loop bekannt und fand schon vor über hundert Jahren Anwendung, vor allem beim Fliegenfischen. Aber auch für andere Arten des Angelsports ist er bestens geeignet, da er sehr simpel zu binden ist und trotzdem eine hohe Tragfestigkeit aufweist. Das besondere am Perfection Loop ist, dass die Schlaufe genau auf einer Linie mit der Hauptschnur sitzt, während sie bei anderen Angelknoten leicht versetzt

Bindeanleitung:

  1. Bilde eine Schlaufe und halte die Schnüre am Schnittpunkt mit dem Daumen fest.
  2. Wickle das Schnurende einmal über den Daumen und unter der Schlaufe durch.
  3. Lege das Schnurende wieder über die Schlaufe
  4. Bilde mit dem Schnurstück, welches auf dem Daumen liegt, eine kleine Schlaufe und führe sie durch die große Schlaufe
  5. Ziehe den Knoten vorsichtig zusammen.

Auch hier gibt’s eine Videoanleitung – diesmal leider auf Englisch:

 

So, ich hoffe das war fürs erste schon eine kleine Einleitung zum Thema Schlaufenknoten. Viel Spaß beim Nachbinden!